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10 Feuerwehrkameraden/Ehefrauen waren vom 28.06. bis 30.06.19 im Rahmen des Partnerschaftsaustausches als Gäste bei der Feuerwehr in Ellwangen

Die Partnerschaft zwischen Ellwangen und Langres besteht seit 55 Jahren. Von Anfang an dabei sind die Feuerwehren beider Städte, die mit einem jährlich abwechselnden Austausch ihre Freundschaft bekunden. Die Programmgestaltung für das Wochenende lag wie immer in den Händen von Manne Weber, Oberbrandmeister der Ellwanger Wehr und leidenschaftlicher Partnerschaftsbeauftragter.

10 Männer und Frauen sind nach Ellwangen gekommen. Der Empfang fand im Rahmen eines Festes der Feuerwehr im Rotenbacher Wäldle statt. Dazu hatte die Feuerwehr ihre Angehörigen aller Ellwanger Abteilungen freitags zum Sommerfest eingeladen. Das Wetter war das ganze Wochenende traumhaft. Der Abend bot beste Gelegenheit, auch ehemalige Kameraden wieder zu treffen. Im gut besuchten Festzelt, bei diversen Showeinlagen, war Superstimmung und Raum für tolle Gespräche.

Samstagvormittag steht im Zeichen der Erkundung der Innenstadt und des Bummelns durch den Wochenmarkt. Zum Mittagessen hatte der vormalige Kommandant der Abt. Ellwangen, August Ilg, zum echt bayrischen Weißwurstfrühstück zu sich eingeladen. Zu allen Events des Wochenendes waren immer zahlreiche Ellwanger Feuerwehrkameraden und deren Frauen als Begleitung da.

Mit den Mannschaftswagen fuhren die Teilnehmer dann am frühen Nachmittag nach Herbrechtingen, um dort mit Booten die 6km lange Brenzschleife zu befahren. Nach der Hälfte der Flussstrecke kehrte man in das Gasthaus im Eselsburger Tal zur Getränkerast ein. Am Streckenende war bereits eine zünftige Brotzeit vorbereitet. Dank des heißen Sommerwetters war den über Bord gegangenen Teilnehmern der Spaßfaktor sicher.

Der Samstagabend stand ganz im Zeichen der kameradschaftlichen Verbundenheit zur Ellwanger Abteilung Eggenrot. Dort saß man bis tief in die Nacht im Freien vor dem Feuerwehrhaus und wurde verpflegt und unterhalten von den dortigen Kameraden mit deren Frauen.

Durch den am Sonntagvormittag offiziell stattfindenden Boule-Wettkampf auf dem Ellwanger Schießwasen konnten sich die Teilnehmer quasi ‚außer Konkurrenz‘ anschließen und so eine typisch französische Atmosphäre genießen. Bevor sich die Langreser spätnachmittags wieder auf den Heimweg machten, bot man noch eine Mittagsrast mit schwäbischen Spezialitäten im Feuerwehrhaus Ellwangen an.

Manne Weber

 

Ellw Langres 2019

Die Fahrzeugtechnik steht in einem stetigen und rasanten Wandel, der uns in der Unfallrettung immer wieder vor neue Herausforderungen stellt. Alternative Antriebe, neue Werkstoffe und eine Vielzahl an Sicherheitssystemen fordern von uns immer mehr Kenntnisse. Aus diesem Grund ist es für uns als Feuerwehr enorm wichtig, diesem Wandel Schritt zu halten und sich regelmäßig mit dem neusten Stand der Technik auseinander zu setzen.

Am vergangen Samstag, den 25.05.2019, war die Feuerwehr Ellwangen zu Besuch im Entwicklungszentrum der Porsche AG in Weissach. In Theorie und ausgiebiger Praxis konnten wir uns ein Bild der modernen Fahrzeugtechnologie machen und viele neue Erkenntnisse gewinnen. An zwei Fahrzeugen der neusten Generation konnten wir uns selbst davon überzeugen, dass auch die aktuellste Technik unserer Werkzeuge allein nicht ausreicht, um ein Fahrzeug dieser Art zu bearbeiten. 

Die immer weiter verbesserte Sicherheit von Fahrzeugen, die dabei helfen kann, Unfälle zu vermeiden oder Unfallfolgen zu mindern, verlangt von uns großes Knowhow. Die Kenntniss über den Aufbau von modernen Karosserien und die Verwendung hochfester Werkstoffe ist für uns bedeutend, um die korrekten Rettungstechniken anwenden zu können. Techniken, die bei älteren Fahrzeugen sehr gut funktionieren, führen uns bei diesen Fahrzeugen nicht direkt zum Ziel. Auch die modernen Werkstoffe lassen die neusten Rettungsgeräte an ihre Grenze kommen. Deswegen ist es wichtig zu wissen, wie wir uns die Konstruktion des Fahrzeuges zu Nutze machen können, um neue Techniken anzuwenden oder diese Bereiche komplett zu umgehen. Der großflächige Verbau von Rückhaltesystemen, wie Airbags und Gurtstraffer, kann für uns bei Rettungsarbeiten ebenfalls eine Gefahr darstellen. Druckgasbehälter müssen lokalisiert und umgangen werden. Auch den Umgang mit den unzähligen Sonderausstattungen, wie Panoramadach oder Akustikverglasung, konnten wir in Erfahrung bringen. Unzähliges Wissen, das wir unter anderem über Rettungskarten erhalten, uns zum Großteil aber selbst erarbeiten müssen.

Vielen Dank an die Werkfeuerwehr der Porsche AG in Weissach für diesen hoch interessanten Tag, an dem wir eine Menge Wissen und Erfahrung mitnehmen konnten. Selbst erfahrene Kameraden erstaunt es immer wieder, wie schnell sich die Technik wandelt. Nur durch solche Schulungen an hoch modernen Fahrzeugen sind wir als Feuerwehr weiterhin in der Lage, auch in Zukunft professionelle Hilfe bei Verkehrsunfällen leisten zu können.

Porsche 25052019

Um ihre Kenntnisse als Leichtmatrosen aufzubessern, begab sich die Altersabteilung der FFW-Ellwangen

zum Brombachstausee.

 

An der Anlegegestelle Ramsberg angekommen, kehrte man zum Mittagessen in ein Landgasthof ein.

Um 14:15 Uhr gingen wir an Bord der MS-Brombachsee. Da wir reserviert hatten, wurden wir vom Personal zu unseren gedeckten Tischen geführt.

Es gab guten Kaffee und Kuchen.

Danach konnte sich jeder das Schiff bei einer 2 stündigen Rundfahrt  anschauen, oder sich auf verschiedenen Decks sonnen lassen.

Eine Person wurde Seekrank, und war froh, als sie wieder festen Boden unter den Füssen hatte.

Zurück ging es über den Hesselberg nach Dinkelsbühl. Hier fand bei einer guten Vesper der Abschluss statt.

Unser netter Busfahrer, brachte uns bis 21:00 Uhr wohlbehütet nach Ellwangen zurück!

 

Text und Bild…..Werner Blatt

Die Unfallrettung stellt die Feuerwehren nicht nur durch die rasante Entwicklung der Fahrzeugtechnologie immer wieder vor neue Herausforderungen. Aus diesem Grund ist es auch für die Feuerwehr Ellwangen enorm wichtig, durch ständige Fortbildung in Theorie und Praxis auf einem aktuellen Stand zu bleiben und Erfahrungen zu sammeln. Neben der technischen ist natürlich auch die medizinische Rettung von großer Bedeutung. Deswegen ist die Zusammenarbeit mit anderen Rettungsorganisationen ausgesprochen wichtig. Am Samstag, den 08.09.2018, konnte diese Zusammenarbeit mit dem DRK Ortsverein Ellwangen in einer simulierten Lage geübt werden. Einsatzannahme war ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen auf dem Truppenübungsplatz in Haisterhofen.


Da ein unverformtes Fahrzeug auf dem Übungshof mit der Einsatzrealität oft nichts zu tun hat und um falsche Erwartungen an die Realität auszuschließen, wurden die Fahrzeuge im Vorfeld verformt und mit dem ND Team Wasseralfingen vier realistische Notfalldarstellerinnen gewonnen. Somit konnte die Feuerwehr Ellwangen neben der richtigen Kommunikation mit dem DRK, das Verhalten von verformten Fahrzeugen, die psychische Belastung und Patientenbetreuung, sowie die Einsatzbedingungen an unterschiedlichen und schwer zugänglichen Einsatzorten optimal in Erfahrung bringen.


In beiden Fahrzeugen waren jeweils zwei Personen eingeklemmt bzw. eingeschlossen. Die Herausforderung am ersten Fahrzeug bestand in einer starken Eindringung der B-Säule durch einen Seitenaufprall gegen einen Baum, wodurch die Beifahrerin eingeklemmt und zusätzlich durch ein Zaunstab gepfählt wurde. Auch die Fahrerin wurden durch den Aufprall schwer verletzt. Das zweite Fahrzeug lag nach Überschlag mit eingedrücktem Dach in einem tiefen Graben, wodurch sich beide Personen nicht mehr selbstständig befreien konnten. Die Schwierigkeit bei diesem Szenario lag an der Unzugänglichkeit und der sehr engen Platzverhältnisse im Fahrzeug selber. Alle vier Personen wurden je nach Verletzungsmuster, also patientenorientiert, aus ihren Fahrzeugen befreit und dem DRK übergeben.


Die Zusammenarbeit mit dem Ortsverein Ellwangen funktionierte tadellos, so dass die Übung für alle Beteiligten sehr positiv und lehrreich verlief. Die Übung hat gezeigt, dass solche Szenarien zwar mehr Aufwand in der Vorbereitung bedürfen, jedoch sehr viel mehr an Erfahrungen und Erkenntnissen für den Realeinsatz mit sich bringen, was gerade in der Technischen Hilfeleistung von großer Bedeutung ist.


Herzlichen Dank an das ND Team Wasseralfingen für die realistische Darstellung und das Ausharren in den Unfallfahrzeugen. Ein großes Dankeschön an den Abschleppdienst Gaugler, der uns auch für diese Übung wieder ganz selbstverständlich zwei Fahrzeuge zur Verfügung stellte. Weiterhin gilt unser Dank dem Kameraden Markus Baier, der uns mit seinem Fuhrpark bei der Verformung und Vorbereitung der Fahrzeuge unterstützte.

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